Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? // von echten und unechten Karten

Lesezeit: 10 Minuten

Bisher bin ich zufriedener DKB-Kunde. Ich habe sowohl mein privates Konto als auch das Gemeinschaftskonto mit Christoph bei der DKB. Das finde ich sehr praktisch, da ich so alles auf einen Blick habe. Ich habe sogar meine Mutter und Christophs Eltern vor einigen Jahren aus Überzeugung als DKB-Kunden geworben. Doch jetzt hat die DKB angekündigt, ihr Preismodell anzupassen. Die Visa-Kreditkarte wird ab dem neuen Jahr kostenpflichtig.

Derzeit bin ich also auf der Suche nach der besten kostenlosen Alternative für die DKB-Kreditkarte. Ich habe einige doch recht spezifische Kriterien, die meine ideale Kreditkarte erfüllen muss, damit sie auch auf Reisen praktisch ist. Was ist für dich die beste Kreditkarte für Reisen? Vielleicht hast du noch eine Empfehlung für mich, auf die ich noch nicht gestoßen bin. Ich habe meine Anforderungen und bisherigen Recherche-Ergebnisse einmal zusammengeschrieben:

Kriterium 1: Kein Auslandseinsatzentgelt

Das Gute an der DKB-Kreditkarte ist, dass man als Aktivkunde (also mit mehr als 700€ Geldeingang pro Monat) weltweit kostenfrei Geld abheben und bezahlen kann, ohne dafür Auslandseinsatzentgelt bezahlen zu müssen. Meine Santander 1plus Visa Kreditkarte verlangt inzwischen zum Beispiel bei jeder Zahlung, die nicht in Euro stattfindet, 1,5% des Zahlbetrags als Gebühr. Das war früher bei Santander auch kostenfrei, wurde aber leider schon vor einiger Zeit abgeschafft. Wie ungefähr alle anderen Vorteile der 1plus Visa-Karte, die vor einigen Jahren noch die mit Abstand beste Reisekreditkarte war…

Fremdwährungs-Bargeld-Management finde ich nervig

Um diese Gebühr bei Zahlungen in Fremdwährungen zu vermeiden, könnte ich alternativ versuchen (möglichst kostenfrei) Geld abzuheben, und im Ausland dann ausschließlich bar zu bezahlen. Ich persönlich finde Bargeld aber gerade im Ausland unpraktisch! Denn dann bin ich immer gezwungen, sehr gut mit dem abgehobenen Bargeld zu haushalten. Ich möchte ja weder zu wenig haben und ständig wieder nach Geldautomaten suchen müssen. Noch möchte ich am Ende des Urlaubs zu viel Bargeld übrig haben, sodass ich die ausländischen Scheine und Münzen dann doch wieder mit nach Deutschland nehmen muss oder gegen hohe Gebühren in Wechselstuben zurücktauschen muss.

Ein Beispiel

Das Problem hatte ich gerade im letzten Urlaub. In Liechtenstein, wo mit Schweizer Franken (CHF) gezahlt wird, hat der Bierstand auf dem Volksfest in Vaduz keine Kartenzahlung akzeptiert. Also habe ich schnell 50 CHF am Geldautomat abgehoben, was dem Mindestbetrag des Automaten entsprach. Aber die abgehobenen 50 Franken mussten wir dann natürlich noch auf den Kopf schlagen vor der Abreise, die bereits am nächsten Morgen war. Zum Glück ist es absolut keine Herausforderung in der Schweiz bzw. Liechtenstein Geld loszuwerden 😉

Kriterium 2: Weltweit kostenlos Bargeld abheben

Eine gute Reise-Kreditkarte darf für mich also keine Auslandseinsatzentgelte erheben. Zusätzlich sollten auch keine Gebühren für Bargeldabhebungen anfallen, zumindest für eine bestimmte Anzahl pro Jahr. Unbegrenzte weltweite Abhebungen müssen es für mich nicht unbedingt sein, denn so häufig bin ich dann ja doch nicht im Ausland und zahle, wie gesagt, sowieso lieber bargeldlos, wenn möglich. Das Hammer-Feature bei der Santander 1plus Visa-Kreditkarte war früher, dass man damit nicht nur ohne zusätzliche Gebühren Bargeld abheben konnte, sondern sogar die vom ausländischen Geldautomatenbetreiber erhobenen Gebühren auf Antrag zurückerstattet bekommen hat, obwohl die Santander auf diese gar keinen Einfluss hat. Die DKB hat dies vor einigen Jahren auch noch gemacht, aber ebenfalls schon lange wieder abgeschafft.

Ein Beispiel

In einem Thailand-Urlaub habe ich durch diesen Extra-Service tatsächlich damals über 20 Euro gespart bzw. zurückbekommen. Auch in Israel hat jeder Geldautomat noch einmal ordentlich Zusatzgebühren genommen, die ich dann auf Antrag zurückerstattet bekommen habe. Die Zeiten sind aber schon lange vorbei, denn dieses Feature bietet heute meines Wissens nach keine Bank mehr an. Schade!

Kriterium 3: Echte Kreditkarte

Für eine Reise-Kreditkarte ist mir sehr wichtig, dass ich tatsächlich eine echte Kreditkarte (Credit) besitze und nicht nur eine Visa oder Mastercard Debit-Karte. Die deutschen Banken, die aktuell reihenweise Debit-Karten einführen, erklären gerne und ausführlich, dass der Unterschied zwischen Kreditkarten und den neuen Debitkarten im Abbuchungsrhythmus liege. Mir ist es persönlich ziemlich egal, ob meine Buchungen tagesaktuell vom Girokonto abgebucht werden wie bei Giro-/Debit-Karten oder erst am Ende des Monats wie bei vielen in Deutschland angebotenen Kreditkarten (Charge-Karte). Wahrscheinlich geht es vielen Kunden so wie mir. Also wird der Bankkommunikation zum Thema Debit-Karte nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Man hatte vorher eine VISA-Kreditkarte und kriegt jetzt eben eine neue Karte, auf der ja auch wieder VISA steht (oder Mastercard). Also keine große Sache, oder?

Den für mich entscheidenden Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarten kehren Banken (wie die DKB jetzt auch), allerdings gerne unter den Teppich in der Kommunikation: Debit-Karten werden häufig von Autovermietungen und Hotels nicht akzeptiert für die benötigte Pre Authorization (Kaution).

Ein Beispiel

Auch das habe ich gerade erst im letzten Urlaub erlebt – sogar mit der DKB-Kreditkarte! Eine französische Tankstelle auf unserer Reise wollte meine DKB-Kreditkarte partout nicht für die Pre Authorization annehmen. Erst, als ich meine Santander-Kreditkarte eingeschoben habe (die im Gegensatz zur DKB-Karte nicht als Charge-Karte geschlüsselt ist), konnte ich mit dem Tanken starten. Meine Vermutung ist, dass die DKB-Kreditkarte durch ihre Schlüsselung als „Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung“ (Charge) von dem Tankautomaten quasi als „Kreditkarte 2. Klasse“ gewertet und daher nicht akzeptiert wurde.

Die Santander-Kreditkarte bucht zwar auch monatlich von meinem Konto ab, da ich dies extra so beantragt habe. Von der technischen Schlüsselung her ist dies aber eine „Kreditkarte 1. Klasse“ mit einem festen Kreditrahmen, den man theoretisch auch nicht direkt im Folgemonat zurückzahlen müsste. Auch die italienischen Maut-Stationen haben die DKB-Kreditkarte nicht akzeptiert, sondern nur die Santander-Kreditkarte angenommen. Dabei sind beides VISA-Karten, die auch auf den ersten Blick „von außen“ erst einmal nicht voneinander zu unterscheiden sind. Es lohnt sich also aus meiner Sicht immer, auf Reisen mehrere Kreditkarten dabei zu haben. Auch falls eine gesperrt wird, steht man dann nicht mit komplett leeren Händen da.

Pre Authorization

Doch zurück zu den Debit-Karten, die im Moment bei fast allen deutschen Banken zum „top of wallet“-Produkt avancieren: Auch wenn Debit-Karten technisch gesehen durchaus in der Lage sind, eine Pre Authorization durchzuführen, werden Debit-Karten im Ausland von den entsprechenden Firmen meist gar nicht angenommen, da das Risiko für die Gegenseite höher ist. Doch gerade im Urlaub möchte ich in Hotels übernachten und Mietwagen buchen, brauche also die Pre Authorization häufiger.

Kreditkarten-Buchungsposten-Überwachung finde ich nervig

Zudem müsste man mit einer Debit-Karte – meinem begrenzten Payment-Verständnis nach – auch immer ausreichend Vermögen auf seinem Girokonto vorhalten, da es durchaus vorkommen kann, dass solche Pre Authorizations mal „schiefgehen“ und für kurze Zeit als echte Buchungen auf dem Konto erscheinen. Das regelt sich bei Kreditkarten meist innerhalb von wenigen Tagen von selbst wieder, aber ist bei einer direkten, täglichen Verknüpfung von Debit-Karte mit dem Girokonto natürlich nicht wirklich gut, wenn hier durch technische Missverständnisse plötzlich das Konto ins Minus rutscht.

In Italien wurde mir z.B. bei einer Tankstelle durch die Pre Authorization zuerst ein Betrag von 150 Euro von der Kreditkarte abgebucht und dann noch einmal der echte Rechnungsbetrag von ca. 50 Euro. Die 150 Euro-Kaution ist dann (korrekterweise) nach 4 Tagen wieder aus der Online Banking-Übersicht verschwunden und war auf der Kreditkarten-Abrechnung zum Monatsende auch nicht mehr enthalten. Bei einer täglichen Abrechnung (wie bei Debit-Karten) müsste man da deutlich mehr aufpassen, dass keine Fehler passieren. Das ist nun wirklich das letzte, womit ich meinen Urlaub verbringen will…

Kriterium 4: Option auf automatische 100%-Tilgung

Die Banken, die Kreditkarten anbieten, wollen natürlich auch irgendwie Geld verdienen mit ihrem Produkt. Doch wenn die Karte an sich kostenlos ist (keine Jahresgebühr) und auch Bargeldabheben und Bezahlen weltweit ohne Gebühren möglich ist, bleiben nicht mehr viele Wege, um das Produkt noch zu monetarisieren. Daher sieht man bei kostenlosen Kreditkarten häufig, dass die Teiltilgung (Ratenzahlung) als Standardoption voreingestellt ist. Statt also alle im jeweiligen Monat aufgelaufenen Buchungen als eine Summe per Lastschrift vom Girokonto einzuziehen, wie dies bei Charge-Kreditkarten wie der bisherigen DKB-Kreditkarte der Standard ist, wird nur eine gewisse Mindestsumme automatisch abgebucht. Der Rest des Saldos wird dem Kunden als Kredit gewährt. Dafür fallen dann im Vergleich zu anderen Privatkrediten sehr hohe Zinsen an.

Manche Kreditkartenanbieter bieten auch gar keinen Lastschrifteinzug an, sondern erstellen eine monatliche Abrechnung, die man dann händisch per Überweisung ausgleichen muss. Die Anbieter spekulieren darauf, dass die Kunden den Ausgleich der Kreditkarte vergessen oder sich nicht bewusst sind, wie hoch die Kreditzinsen eigentlich sind. Auf den ersten Blick wirkt es ja erst einmal komfortabel, dass man nicht sofort die ganze Summe zurückzahlen muss! Wer sich hier aber durch die immer sehr niedrig gesetzten monatlichen Mindestsummen für die Tilgung blenden lässt, kann schnell viel Geld ausgeben für einen Service (die Einräumung eines Kredits), den man vielleicht gar nicht wirklich braucht und zumindest im Ernstfall deutlich günstiger bekommen könnte (als separater Privatkredit). Nicht nur in den USA landen so auch viele Menschen in der Schuldenfalle.

Händische Volltilgung finde ich nervig

Natürlich kann man bei jeder Kreditkarte jederzeit den vollen ausstehenden Kreditbetrag per Überweisung tilgen. Wenn man immer pünktlich nach dem Monatsabschluss die volle Rate überweist, fallen auch keine Zinsen an. Ich persönlich möchte aber nicht jeden Monat daran denken müssen, meine Kreditkarte noch auszugleichen. Wenn ich da gerade sehr beschäftigt oder z.B. im Urlaub bin, würde ich mich doch sehr ärgern, dass ich jetzt unnötige Zinsen zahle, obwohl ich doch eigentlich gar keinen Kredit benötige, sondern nur schusselig war. Daher möchte ich idealerweise eine Kreditkarte mit Option auf 100%-Tilgung jeden Monat per automatischem Einzug von meinem Girokonto.

Gibt es die eierlegende Wollmilchsau?

Mir ist bewusst, dass ich aus Sicht der Kreditkartenanbieter ein schlechter Kunde bin. Ich habe zwar eine gute Bonität, das ist nicht das Problem. Aber ich möchte viele Leistungen kostenlos bekommen und gebe der Bank durch die automatische monatliche Volltilgung dann nicht einmal die Möglichkeit über die Kreditzinsen doch noch Geld an mir zu verdienen! Na gut, aber soll ich jetzt Mitleid mit den Banken haben? 😉

Zurück zur ursprünglichen Frage: Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? Welche Alternative gibt es zur bald nicht mehr kostenlosen DKB-Kreditkarte? Gibt es tatsächlich noch eine Kreditkarte, die alle meine Kriterien erfüllt?

  1. Keine Jahresgebühr
  2. Kein Auslandseinsatzentgelt (kostenlos bezahlen weltweit) und keine Gebühren für weltweites Geldabheben
  3. Echte Kreditkarte (Credit statt Debit)
  4. Option auf 100% Tilgung per Lastschrifteinzug vom Girokonto (automatische Volltilgung)

Tatsächlich gibt es derzeit sogar noch zwei Kreditkarten, die all das genau so bieten! Und zwar die Barclays Visa und die Hanseatic Bank GenialCard. Beide Kreditkarten unterscheiden sich nur in wirklich kleinen Punkten:

Unterschied 1: Das Kleingedruckte & Zusatz-Gimmicks

Die Hanseatic Bank bietet zusammen mit ihrer Kreditkarte ein Cashback-Partnerprogramm an, wie es heute die meisten Banken haben. Aus meiner Sicht nichts besonderes und für mich auch nicht relevant. Barclays bietet wiederum bis zu drei kostenlose Partnerkarten und in der Kreditkarten-App noch verschiedene weitere Arten von Krediten, wie z.B. einen 0% Ratenkauf für 3 Monate. Für mich beides nicht so wichtig.

Über einen Unterschied im Kleingedruckten bin ich dann aber doch noch gestolpert: Barclays erhebt auf Zahlungen an Casinos, Lotterien, Wettbüros und Wertpapierhandelsplattformen 4% Zusatzgebühr. Da ich nicht vorhabe, noch einmal nach Las Vegas zu fahren, betrifft mich diese Regelung wahrscheinlich nicht wirklich. Meine Aktien bezahle ich auch nie mit Kreditkarte, auch wenn ich es doch etwas merkwürdig finde, die Börse mit Casinos auf eine Stufe zu stellen…

Unterschied 2: Höhe der Zinsen bei Teiltilgung

Die Barclays Visa verlangt die höheren Zinsen (18,38% p.a. effektiver Zins), wenn man die Kreditoption / Teilzahlung nutzt. Bei der Hanseatic Bank sind es hingegen „nur“ 13,6% p.a. – was verglichen mit normalen Privatkredit-Konditionen von meist um die 5% oder bei Autokrediten sogar unter 3% immer noch extrem hoch ist. Da ich nicht vorhabe, die Teilzahlungsoption zu nutzen, ist dieser Unterschied für mich irrelevant.

Unterschied 3: Höhe des Verfügungsrahmens (Kreditrahmen)

Bei der Hanseatic Bank GenialCard scheint jeder, entsprechende Bonität vorausgesetzt, zunächst einen maximalen Verfügungsrahmen von 2.500 Euro zu bekommen. Die Karte kann nicht auf Guthabenbasis geführt werden, sodass die 2.500 Euro auch wirklich das Maximum sind, was man ausgeben kann. Das klingt zwar nach echt viel Geld für einen Monat, kann aber auf Grund von Pre Authorizations schneller aufgebraucht sein, als man denkt. Vor allen Dingen, wenn mal wieder eine französische Tankstelle statt einer gleich 5 Pre Authorizations stellt…

Bei meiner Santander Kreditkarte liegt der maximale Kreditrahmen ebenfalls schon seit der Beantragung vor vielen Jahren bei 2.000 Euro und kann auch nicht weiter erhöht werden. Bei der Hanseatic Bank scheint die Erhöhung des Kreditrahmens laut verschiedener Quellen auf Antrag gegebenenfalls auf bis zu 10.000 Euro möglich, aber eine klare Aussage findet sich hier nicht auf der Homepage.

Barclays macht zwar auch keine Angaben zum initialen Verfügungsrahmen, beschreibt aber immerhin einen etablierten Prozess, mit dem man alle sechs Monate eine Erhöhung seines Verfügungsrahmen beantragen kann. Da bei Barclays möglich ist, sich selbst Guthaben auf die Karte zu überweisen, kann man seinen Verfügungsrahmen im Zweifelsfall aber auch einfach selbst kurzfristig durch zusätzliches Guthaben erhöhen. Das finde ich tatsächlich recht wichtig, falls doch einmal eine teure Anschaffung nötig ist oder man mehr Sicherheitspuffer auf Reisen haben möchte. Auch das habe ich im letzten Urlaub gerade erst erlebt, dass es praktisch war, einen hohen Verfügungsrahmen zu besitzen.

Mein (Zwischen-) Fazit

Ich habe mich auf Grund der Möglichkeit, die Karte auch auf Guthabenbasis führen und damit den Verfügungsrahmen erhöhen zu können, dafür entschieden, als Alternative zur bald leider kostenpflichtigen DKB-Kreditkarte die Barclays Visa Karte zu beantragen. Für mich ist die Barclays Visa aktuell die beste Kreditkarte für Reisen. Sie erfüllt all meine anspruchsvollen Kriterien, was ich beim Start der Recherche zunächst nicht gedacht hätte!

Ob ich meine bestehende Santander-Kreditkarte weiterhin behalte, weiß ich noch nicht. Innerhalb Europas (bzw. dem Euro-Raum) ist die Karte immer noch gut für Reisen geeignet, da hier keine Gebühren anfallen. Für die USA oder andere Länder ist die Karte aber inzwischen wirklich nicht mehr zu empfehlen, da für diese Region inzwischen alle früheren Vorteile weggefallen sind. Aber es ist ja im Notfall nie schlecht, noch eine zweite Kreditkarte zu haben… das habe ich wirklich wieder stark gemerkt im letzten Urlaub!

Der Wegfall der kostenlosen DKB-Kreditkarte ist für mich übrigens doppelt doof. Denn neben einem Ersatz für Reisen (den ich mit der Barclay Visa meiner Meinung nach gefunden habe), betrifft die Änderung im Preismodell der DKB auch das Haushaltskonto von Christoph und mir. Zukünftig werden wir kein vom Haushaltskonto separates Sparkonto für Urlaube und ähnliche Anschaffungen mehr haben. Denn für diesen Zweck nutzen wir derzeit das DKB-Kreditkartenkonto, das mit unserem Haushaltskonto verbunden ist – auf Guthabenbasis quasi wie ein Tagesgeldkonto. Hier suche ich derzeit noch eine gute Alternative, aber dazu dann mehr im nächsten Artikel.

Welche Kreditkarte ist für dich die beste Reise-Kreditkarte? Welche Kriterien sind dir bei Kreditkarten wichtig? Legst du wert auf das Sammeln von Meilen oder sonstigen Punkten? Ist dir wichtig, dass eine „Reise-Kreditkarte“ auch Reiseversicherungen enthält? Besitzt du überhaupt (mehrere) Kreditkarten?

10 Replies to “Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? // von echten und unechten Karten”

  1. Zu Deinem Punkt 3: ich habe mit so einer Debit Karte sogar in Deutschland Probleme zu zahlen, weil viele Einzelhändler keine Kreditkarten akzeptieren und die Debit vom Lesegerät als solche erkannt wird. Für das Reisen ist die definitiv nicht geeignet. Ich werde diese Karte daher als nutzlosen Mist an meine Bank zurück geben.

    1. Ich bin gespannt, ob sich an der Akzeptanz schnell etwas ändern wird. Es stellen ja jetzt gerade alle Banken um, sodass ich hoffe, dass es auch bei den Händlern bald ein Umdenken gibt. Aber im Moment sehe ich es aus Kundensicht als echtes Dilemma.

  2. den letzten Abschnitt bezüglich des Sparkontos habe ich nicht ganz verstanden. Aktuell haben wir 2 Gemeinschaftskonten, 2 Einzelkonten, die Kreditkarten und noch ein paar (virtuelle Kreditkarten)-Sparkonten. Letzteres kann man nicht mehr neu beantragen und nutzen wir für Dinge wie Urlaub, jährlich fällige Versicherungen usw.

    Dessen Nachfolger ist ja das „neue“ Tagesgeld, das gibts aber a) nur 1x pro Konto b) auch nicht gemeinschaftlich

    1. Hallo Andre,
      genau das ist jetzt zukünftig unser Problem mit dem Gemeinschaftskonto. Ich möchte einfach 2 „Töpfe“ haben, die wir beide gemeinsam nutzen können. Bisher war das 1) das gemeinschaftliche Girokonto und 2) eine der beiden gemeinschaftlichen Kreditkarten als Tagesgeldkonto für Rücklagen wie Urlaube. Jetzt fällt letzteres weg und gemeinschaftliche Tagesgeldkonten bietet die DKB meines Verständnis nach nicht an. Also suche ich gerade eine neue Lösung.
      Viele Grüße
      Jenni

      1. So, nach dem Ersten Schock das ich was verpasst habe und bald der DKB adieu sagen muss scheint es doch nicht so schlimm.

        Ich habe 2 Typen von Karten:
        VISA-Card DKB-Cash -> physisch, diese wird von Credit zu Debit
        DKB-VISA-Tagesgeld -> virtuell, nicht mehr erhältlich. Abgelöst durch „neues Tagesgeld“.

        Letztere bleiben laut Auskunft der DKB wie gehabt, d.h. unsere verschiedenen Sparkonten für Urlaub u.ä. bleiben weiterhin kostenlos bestehen. Im aktuellen PLV ist das auch immer noch so – http://dok.dkb.de/pdf/plv_pk.pdf Seite 4 ff.

        Unsere 4 Spartöpfe mit dem DKB-Visa-Tagesgeld sind von der Umstellung nicht betroffen.

        1. Oh, das wäre ja genial!
          Die Kommunikation der DKB in der Sache ist meines Empfinden nach absolut miserabel. Denn alles wird ja nur Scheibchenweise kommuniziert. Im Moment wird einem nur (zusätzlich) ein Vertragsangebot gemacht für die VISA Debit. Dass dies absolut kein Zusatzservice ist, sondern perspektivisch die kostenlose Giro- und Kreditkarte ablösen soll, wird für mich nicht klar genug kommuniziert.
          Wenn die Option auf ein gemeinschaftliches Tagesgeld erhalten bleibt, wäre das für uns ja völlig ausreichend. Tausend Dank für den Tipp auf jeden Fall 🙂
          Ich werde mich aber zur Sicherheit auch noch einmal explizit bei der DKB erkundigen, nicht, dass das heute geht, aber dann morgen (zum Jahreswechsel) auch abgeschafft wird.

          Viele Grüße
          Jenni

  3. Bei Karten ohne automatische Volltilgung kann man statt nerviger monatlicher händischer Tilgung (die man ja auch mal vergessen könnte) einfach vorab ein größeres Guthaben auf die Karte laden. So habe ich das bei mehrmonatigen Reisen gemacht.

    Die Kosten für die Visa-Kreditkarte der DKB von 2,5€/Mon finde ich akzeptabel.
    Ich zahle 5€/Mon für eine Miles&More Mastercard (praktischerweise wird deren Saldo im DKB Finanzstatus angezeigt). Zur Sicherheit habe ich auf Reisen immer Karten von verschiedenen Herausgebern (und Banken) dabei.

    Generell sind mir faire Gebühren lieber als wenn Kosten irgendwo intransparent versteckt sind.

    1. Hallo Peter,
      da gebe ich dir Recht: lieber faire, transparente Gebühren als versteckte böse Überraschungen. Ich bin persönlich aber auch jemand, der sowieso alle Angebote genau prüft im Vorfeld. Beim Thema Finanzen macht mir das nicht so viel aus 🙂
      Viele Grüße
      Jenni

  4. Wie wäre es mit der Bank Norwegian?
    Diese scheint ein vergleichbares Angebot zu haben, wobei ich das nicht im Detail verglichen habe.
    Das Angebot in Deutschland ist noch sehr neu. Erfahrungsberichte gibt es daher noch nicht.

    1. Hallo René,
      Danke für den Tip! Ich habe es mir gleich einmal angeschaut. Die Konditionen sind in der Tat sehr ähnlich, nur eine automatische Volltilgung scheint nicht möglich zu sein. Man muss also jeden Monat händisch den offenen Betrag ausgleichen. Dafür gibt es kostenlos Reiseversicherungen dazu, wer das attraktiv findet.
      Viele Grüße
      Jenni

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