Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? // von echten und unechten Karten

Lesezeit: 11 Minuten

Bisher bin ich zufriedener DKB-Kunde. Ich habe sowohl mein privates Konto als auch das Gemeinschaftskonto mit Christoph bei der DKB. Das finde ich sehr praktisch, da ich so alles auf einen Blick habe. Ich habe sogar meine Mutter und Christophs Eltern vor einigen Jahren aus Überzeugung als DKB-Kunden geworben. Doch jetzt hat die DKB angekündigt, ihr Preismodell anzupassen. Die Visa-Kreditkarte wird ab dem neuen Jahr kostenpflichtig.

Derzeit bin ich also auf der Suche nach der besten kostenlosen Alternative für die DKB-Kreditkarte. Ich habe einige doch recht spezifische Kriterien, die meine ideale Kreditkarte erfüllen muss, damit sie auch auf Reisen praktisch ist. Was ist für dich die beste Kreditkarte für Reisen? Vielleicht hast du noch eine Empfehlung für mich, auf die ich noch nicht gestoßen bin. Ich habe meine Anforderungen und bisherigen Recherche-Ergebnisse einmal zusammengeschrieben:

Kriterium 1: Kein Auslandseinsatzentgelt

Das Gute an der DKB-Kreditkarte ist, dass man als Aktivkunde (also mit mehr als 700€ Geldeingang pro Monat) weltweit kostenfrei Geld abheben und bezahlen kann, ohne dafür Auslandseinsatzentgelt bezahlen zu müssen. Meine Santander 1plus Visa Kreditkarte verlangt inzwischen zum Beispiel bei jeder Zahlung, die nicht in Euro stattfindet, 1,5% des Zahlbetrags als Gebühr. Das war früher bei Santander auch kostenfrei, wurde aber leider schon vor einiger Zeit abgeschafft. Wie ungefähr alle anderen Vorteile der 1plus Visa-Karte, die vor einigen Jahren noch die mit Abstand beste Reisekreditkarte war…

Fremdwährungs-Bargeld-Management finde ich nervig

Um diese Gebühr bei Zahlungen in Fremdwährungen zu vermeiden, könnte ich alternativ versuchen (möglichst kostenfrei) Geld abzuheben, und im Ausland dann ausschließlich bar zu bezahlen. Ich persönlich finde Bargeld aber gerade im Ausland unpraktisch! Denn dann bin ich immer gezwungen, sehr gut mit dem abgehobenen Bargeld zu haushalten. Ich möchte ja weder zu wenig haben und ständig wieder nach Geldautomaten suchen müssen. Noch möchte ich am Ende des Urlaubs zu viel Bargeld übrig haben, sodass ich die ausländischen Scheine und Münzen dann doch wieder mit nach Deutschland nehmen muss oder gegen hohe Gebühren in Wechselstuben zurücktauschen muss.

Ein Beispiel

Das Problem hatte ich gerade im letzten Urlaub. In Liechtenstein, wo mit Schweizer Franken (CHF) gezahlt wird, hat der Bierstand auf dem Volksfest in Vaduz keine Kartenzahlung akzeptiert. Also habe ich schnell 50 CHF am Geldautomat abgehoben, was dem Mindestbetrag des Automaten entsprach. Aber die abgehobenen 50 Franken mussten wir dann natürlich noch auf den Kopf schlagen vor der Abreise, die bereits am nächsten Morgen war. Zum Glück ist es absolut keine Herausforderung in der Schweiz bzw. Liechtenstein Geld loszuwerden 😉

Kriterium 2: Weltweit kostenlos Bargeld abheben

Eine gute Reise-Kreditkarte darf für mich also keine Auslandseinsatzentgelte erheben. Zusätzlich sollten auch keine Gebühren für Bargeldabhebungen anfallen, zumindest für eine bestimmte Anzahl pro Jahr. Unbegrenzte weltweite Abhebungen müssen es für mich nicht unbedingt sein, denn so häufig bin ich dann ja doch nicht im Ausland und zahle, wie gesagt, sowieso lieber bargeldlos, wenn möglich. Das Hammer-Feature bei der Santander 1plus Visa-Kreditkarte war früher, dass man damit nicht nur ohne zusätzliche Gebühren Bargeld abheben konnte, sondern sogar die vom ausländischen Geldautomatenbetreiber erhobenen Gebühren auf Antrag zurückerstattet bekommen hat, obwohl die Santander auf diese gar keinen Einfluss hat. Die DKB hat dies vor einigen Jahren auch noch gemacht, aber ebenfalls schon lange wieder abgeschafft.

Ein Beispiel

In einem Thailand-Urlaub habe ich durch diesen Extra-Service tatsächlich damals über 20 Euro gespart bzw. zurückbekommen. Auch in Israel hat jeder Geldautomat noch einmal ordentlich Zusatzgebühren genommen, die ich dann auf Antrag zurückerstattet bekommen habe. Die Zeiten sind aber schon lange vorbei, denn dieses Feature bietet heute meines Wissens nach keine Bank mehr an. Schade!

Kriterium 3: Echte Kreditkarte

Für eine Reise-Kreditkarte ist mir sehr wichtig, dass ich tatsächlich eine echte Kreditkarte (Credit) besitze und nicht nur eine Visa oder Mastercard Debit-Karte. Die deutschen Banken, die aktuell reihenweise Debit-Karten einführen, erklären gerne und ausführlich, dass der Unterschied zwischen Kreditkarten und den neuen Debitkarten im Abbuchungsrhythmus liege. Mir ist es persönlich ziemlich egal, ob meine Buchungen tagesaktuell vom Girokonto abgebucht werden wie bei Giro-/Debit-Karten oder erst am Ende des Monats wie bei vielen in Deutschland angebotenen Kreditkarten (Charge-Karte). Wahrscheinlich geht es vielen Kunden so wie mir. Also wird der Bankkommunikation zum Thema Debit-Karte nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Man hatte vorher eine VISA-Kreditkarte und kriegt jetzt eben eine neue Karte, auf der ja auch wieder VISA steht (oder Mastercard). Also keine große Sache, oder?

Den für mich entscheidenden Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarten kehren Banken (wie die DKB jetzt auch), allerdings gerne unter den Teppich in der Kommunikation: Debit-Karten werden häufig von Autovermietungen und Hotels nicht akzeptiert für die benötigte Pre Authorization (Kaution).

Ein Beispiel

Auch das habe ich gerade erst im letzten Urlaub erlebt – sogar mit der DKB-Kreditkarte! Eine französische Tankstelle auf unserer Reise wollte meine DKB-Kreditkarte partout nicht für die Pre Authorization annehmen. Erst, als ich meine Santander-Kreditkarte eingeschoben habe (die im Gegensatz zur DKB-Karte nicht als Charge-Karte geschlüsselt ist), konnte ich mit dem Tanken starten. Meine Vermutung ist, dass die DKB-Kreditkarte durch ihre Schlüsselung als „Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung“ (Charge) von dem Tankautomaten quasi als „Kreditkarte 2. Klasse“ gewertet und daher nicht akzeptiert wurde.

Die Santander-Kreditkarte bucht zwar auch monatlich von meinem Konto ab, da ich dies extra so beantragt habe. Von der technischen Schlüsselung her ist dies aber eine „Kreditkarte 1. Klasse“ mit einem festen Kreditrahmen, den man theoretisch auch nicht direkt im Folgemonat zurückzahlen müsste. Auch die italienischen Maut-Stationen haben die DKB-Kreditkarte nicht akzeptiert, sondern nur die Santander-Kreditkarte angenommen. Dabei sind beides VISA-Karten, die auch auf den ersten Blick „von außen“ erst einmal nicht voneinander zu unterscheiden sind. Es lohnt sich also aus meiner Sicht immer, auf Reisen mehrere Kreditkarten dabei zu haben. Auch falls eine gesperrt wird, steht man dann nicht mit komplett leeren Händen da.

Pre Authorization

Doch zurück zu den Debit-Karten, die im Moment bei fast allen deutschen Banken zum „top of wallet“-Produkt avancieren: Auch wenn Debit-Karten technisch gesehen durchaus in der Lage sind, eine Pre Authorization durchzuführen, werden Debit-Karten im Ausland von den entsprechenden Firmen meist gar nicht angenommen, da das Risiko für die Gegenseite höher ist. Doch gerade im Urlaub möchte ich in Hotels übernachten und Mietwagen buchen, brauche also die Pre Authorization häufiger.

Kreditkarten-Buchungsposten-Überwachung finde ich nervig

Zudem müsste man mit einer Debit-Karte – meinem begrenzten Payment-Verständnis nach – auch immer ausreichend Vermögen auf seinem Girokonto vorhalten, da es durchaus vorkommen kann, dass solche Pre Authorizations mal „schiefgehen“ und für kurze Zeit als echte Buchungen auf dem Konto erscheinen. Das regelt sich bei Kreditkarten meist innerhalb von wenigen Tagen von selbst wieder, aber ist bei einer direkten, täglichen Verknüpfung von Debit-Karte mit dem Girokonto natürlich nicht wirklich gut, wenn hier durch technische Missverständnisse plötzlich das Konto ins Minus rutscht.

In Italien wurde mir z.B. bei einer Tankstelle durch die Pre Authorization zuerst ein Betrag von 150 Euro von der Kreditkarte abgebucht und dann noch einmal der echte Rechnungsbetrag von ca. 50 Euro. Die 150 Euro-Kaution ist dann (korrekterweise) nach 4 Tagen wieder aus der Online Banking-Übersicht verschwunden und war auf der Kreditkarten-Abrechnung zum Monatsende auch nicht mehr enthalten. Bei einer täglichen Abrechnung (wie bei Debit-Karten) müsste man da deutlich mehr aufpassen, dass keine Fehler passieren. Das ist nun wirklich das letzte, womit ich meinen Urlaub verbringen will…

Kriterium 4: Option auf automatische 100%-Tilgung

Die Banken, die Kreditkarten anbieten, wollen natürlich auch irgendwie Geld verdienen mit ihrem Produkt. Doch wenn die Karte an sich kostenlos ist (keine Jahresgebühr) und auch Bargeldabheben und Bezahlen weltweit ohne Gebühren möglich ist, bleiben nicht mehr viele Wege, um das Produkt noch zu monetarisieren. Daher sieht man bei kostenlosen Kreditkarten häufig, dass die Teiltilgung (Ratenzahlung) als Standardoption voreingestellt ist. Statt also alle im jeweiligen Monat aufgelaufenen Buchungen als eine Summe per Lastschrift vom Girokonto einzuziehen, wie dies bei Charge-Kreditkarten wie der bisherigen DKB-Kreditkarte der Standard ist, wird nur eine gewisse Mindestsumme automatisch abgebucht. Der Rest des Saldos wird dem Kunden als Kredit gewährt. Dafür fallen dann im Vergleich zu anderen Privatkrediten sehr hohe Zinsen an.

Manche Kreditkartenanbieter bieten auch gar keinen Lastschrifteinzug an, sondern erstellen eine monatliche Abrechnung, die man dann händisch per Überweisung ausgleichen muss. Die Anbieter spekulieren darauf, dass die Kunden den Ausgleich der Kreditkarte vergessen oder sich nicht bewusst sind, wie hoch die Kreditzinsen eigentlich sind. Auf den ersten Blick wirkt es ja erst einmal komfortabel, dass man nicht sofort die ganze Summe zurückzahlen muss! Wer sich hier aber durch die immer sehr niedrig gesetzten monatlichen Mindestsummen für die Tilgung blenden lässt, kann schnell viel Geld ausgeben für einen Service (die Einräumung eines Kredits), den man vielleicht gar nicht wirklich braucht und zumindest im Ernstfall deutlich günstiger bekommen könnte (als separater Privatkredit). Nicht nur in den USA landen so auch viele Menschen in der Schuldenfalle.

Händische Volltilgung finde ich nervig

Natürlich kann man bei jeder Kreditkarte jederzeit den vollen ausstehenden Kreditbetrag per Überweisung tilgen. Wenn man immer pünktlich nach dem Monatsabschluss die volle Rate überweist, fallen auch keine Zinsen an. Ich persönlich möchte aber nicht jeden Monat daran denken müssen, meine Kreditkarte noch auszugleichen. Wenn ich da gerade sehr beschäftigt oder z.B. im Urlaub bin, würde ich mich doch sehr ärgern, dass ich jetzt unnötige Zinsen zahle, obwohl ich doch eigentlich gar keinen Kredit benötige, sondern nur schusselig war. Daher möchte ich idealerweise eine Kreditkarte mit Option auf 100%-Tilgung jeden Monat per automatischem Einzug von meinem Girokonto.

Gibt es die eierlegende Wollmilchsau?

Mir ist bewusst, dass ich aus Sicht der Kreditkartenanbieter ein schlechter Kunde bin. Ich habe zwar eine gute Bonität, das ist nicht das Problem. Aber ich möchte viele Leistungen kostenlos bekommen und gebe der Bank durch die automatische monatliche Volltilgung dann nicht einmal die Möglichkeit über die Kreditzinsen doch noch Geld an mir zu verdienen! Na gut, aber soll ich jetzt Mitleid mit den Banken haben? 😉

Zurück zur ursprünglichen Frage: Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? Welche Alternative gibt es zur bald nicht mehr kostenlosen DKB-Kreditkarte? Gibt es tatsächlich noch eine Kreditkarte, die alle meine Kriterien erfüllt?

  1. Keine Jahresgebühr
  2. Kein Auslandseinsatzentgelt (kostenlos bezahlen weltweit) und keine Gebühren für weltweites Geldabheben
  3. Echte Kreditkarte (Credit statt Debit)
  4. Option auf 100% Tilgung per Lastschrifteinzug vom Girokonto (automatische Volltilgung)

Tatsächlich gibt es derzeit sogar noch zwei Kreditkarten, die all das genau so bieten! Und zwar die Barclays Visa und die Hanseatic Bank GenialCard. Beide Kreditkarten unterscheiden sich nur in wirklich kleinen Punkten:

Unterschied 1: Das Kleingedruckte & Zusatz-Gimmicks

Die Hanseatic Bank bietet zusammen mit ihrer Kreditkarte ein Cashback-Partnerprogramm an, wie es heute die meisten Banken haben. Aus meiner Sicht nichts besonderes und für mich auch nicht relevant. Barclays bietet wiederum bis zu drei kostenlose Partnerkarten und in der Kreditkarten-App noch verschiedene weitere Arten von Krediten, wie z.B. einen 0% Ratenkauf für 3 Monate. Für mich beides nicht so wichtig.

Über einen Unterschied im Kleingedruckten bin ich dann aber doch noch gestolpert: Barclays erhebt auf Zahlungen an Casinos, Lotterien, Wettbüros und Wertpapierhandelsplattformen 4% Zusatzgebühr. Da ich nicht vorhabe, noch einmal nach Las Vegas zu fahren, betrifft mich diese Regelung wahrscheinlich nicht wirklich. Meine Aktien bezahle ich auch nie mit Kreditkarte, auch wenn ich es doch etwas merkwürdig finde, die Börse mit Casinos auf eine Stufe zu stellen…

Unterschied 2: Höhe der Zinsen bei Teiltilgung

Die Barclays Visa verlangt die höheren Zinsen (18,38% p.a. effektiver Zins), wenn man die Kreditoption / Teilzahlung nutzt. Bei der Hanseatic Bank sind es hingegen „nur“ 13,6% p.a. – was verglichen mit normalen Privatkredit-Konditionen von meist um die 5% oder bei Autokrediten sogar unter 3% immer noch extrem hoch ist. Da ich nicht vorhabe, die Teilzahlungsoption zu nutzen, ist dieser Unterschied für mich irrelevant.

Unterschied 3: Höhe des Verfügungsrahmens (Kreditrahmen)

Bei der Hanseatic Bank GenialCard scheint jeder, entsprechende Bonität vorausgesetzt, zunächst einen maximalen Verfügungsrahmen von 2.500 Euro zu bekommen. Die Karte kann nicht auf Guthabenbasis geführt werden, sodass die 2.500 Euro auch wirklich das Maximum sind, was man ausgeben kann. Das klingt zwar nach echt viel Geld für einen Monat, kann aber auf Grund von Pre Authorizations schneller aufgebraucht sein, als man denkt. Vor allen Dingen, wenn mal wieder eine französische Tankstelle statt einer gleich 5 Pre Authorizations stellt…

Bei meiner Santander Kreditkarte liegt der maximale Kreditrahmen ebenfalls schon seit der Beantragung vor vielen Jahren bei 2.000 Euro und kann auch nicht weiter erhöht werden. Bei der Hanseatic Bank scheint die Erhöhung des Kreditrahmens laut verschiedener Quellen auf Antrag gegebenenfalls auf bis zu 10.000 Euro möglich, aber eine klare Aussage findet sich hier nicht auf der Homepage.

Barclays macht zwar auch keine Angaben zum initialen Verfügungsrahmen, beschreibt aber immerhin einen etablierten Prozess, mit dem man alle sechs Monate eine Erhöhung seines Verfügungsrahmen beantragen kann. Da bei Barclays möglich ist, sich selbst Guthaben auf die Karte zu überweisen, kann man seinen Verfügungsrahmen im Zweifelsfall aber auch einfach selbst kurzfristig durch zusätzliches Guthaben erhöhen. Das finde ich tatsächlich recht wichtig, falls doch einmal eine teure Anschaffung nötig ist oder man mehr Sicherheitspuffer auf Reisen haben möchte. Auch das habe ich im letzten Urlaub gerade erst erlebt, dass es praktisch war, einen hohen Verfügungsrahmen zu besitzen.

Mein (Zwischen-) Fazit

Ich habe mich auf Grund der Möglichkeit, die Karte auch auf Guthabenbasis führen und damit den Verfügungsrahmen erhöhen zu können, dafür entschieden, als Alternative zur bald leider kostenpflichtigen DKB-Kreditkarte die Barclays Visa Karte zu beantragen. Für mich ist die Barclays Visa aktuell die beste Kreditkarte für Reisen. Sie erfüllt all meine anspruchsvollen Kriterien, was ich beim Start der Recherche zunächst nicht gedacht hätte!

Ob ich meine bestehende Santander-Kreditkarte weiterhin behalte, weiß ich noch nicht. Innerhalb Europas (bzw. dem Euro-Raum) ist die Karte immer noch gut für Reisen geeignet, da hier keine Gebühren anfallen. Für die USA oder andere Länder ist die Karte aber inzwischen wirklich nicht mehr zu empfehlen, da für diese Region inzwischen alle früheren Vorteile weggefallen sind. Aber es ist ja im Notfall nie schlecht, noch eine zweite Kreditkarte zu haben… das habe ich wirklich wieder stark gemerkt im letzten Urlaub!

Der Wegfall der kostenlosen DKB-Kreditkarte ist für mich übrigens doppelt doof. Denn neben einem Ersatz für Reisen (den ich mit der Barclay Visa meiner Meinung nach gefunden habe), betrifft die Änderung im Preismodell der DKB auch das Haushaltskonto von Christoph und mir. Zukünftig werden wir kein vom Haushaltskonto separates Sparkonto für Urlaube und ähnliche Anschaffungen mehr haben. Denn für diesen Zweck nutzen wir derzeit das DKB-Kreditkartenkonto, das mit unserem Haushaltskonto verbunden ist – auf Guthabenbasis quasi wie ein Tagesgeldkonto.

Update: Auf die Idee, als Alternative zum „Kreditkarte-Sparkonto“ einfach ein „echtes“ Tagesgeldkonto für das Gemeinschaftskonto bei der DKB zu eröffnen, bin ich erst durch den Kommentar von Andre gekommen. Manchmal sieht man die einfachste Lösung nicht. Danke!

Die Barclays-Kreditkarte habe ich inzwischen auch eröffnet, das ging sehr einfach vom Sofa aus (mit Videoident). Der initiale Kreditrahmen ist auch absolut ausreichend für mich.

Welche Kreditkarte ist für dich die beste Reise-Kreditkarte? Welche Kriterien sind dir bei Kreditkarten wichtig? Legst du wert auf das Sammeln von Meilen oder sonstigen Punkten? Ist dir wichtig, dass eine „Reise-Kreditkarte“ auch Reiseversicherungen enthält? Besitzt du überhaupt (mehrere) Kreditkarten?

21 Replies to “Was ist die beste Kreditkarte für Reisen? // von echten und unechten Karten”

  1. Zu Deinem Punkt 3: ich habe mit so einer Debit Karte sogar in Deutschland Probleme zu zahlen, weil viele Einzelhändler keine Kreditkarten akzeptieren und die Debit vom Lesegerät als solche erkannt wird. Für das Reisen ist die definitiv nicht geeignet. Ich werde diese Karte daher als nutzlosen Mist an meine Bank zurück geben.

    1. Ich bin gespannt, ob sich an der Akzeptanz schnell etwas ändern wird. Es stellen ja jetzt gerade alle Banken um, sodass ich hoffe, dass es auch bei den Händlern bald ein Umdenken gibt. Aber im Moment sehe ich es aus Kundensicht als echtes Dilemma.

  2. den letzten Abschnitt bezüglich des Sparkontos habe ich nicht ganz verstanden. Aktuell haben wir 2 Gemeinschaftskonten, 2 Einzelkonten, die Kreditkarten und noch ein paar (virtuelle Kreditkarten)-Sparkonten. Letzteres kann man nicht mehr neu beantragen und nutzen wir für Dinge wie Urlaub, jährlich fällige Versicherungen usw.

    Dessen Nachfolger ist ja das „neue“ Tagesgeld, das gibts aber a) nur 1x pro Konto b) auch nicht gemeinschaftlich

    1. Hallo Andre,
      genau das ist jetzt zukünftig unser Problem mit dem Gemeinschaftskonto. Ich möchte einfach 2 „Töpfe“ haben, die wir beide gemeinsam nutzen können. Bisher war das 1) das gemeinschaftliche Girokonto und 2) eine der beiden gemeinschaftlichen Kreditkarten als Tagesgeldkonto für Rücklagen wie Urlaube. Jetzt fällt letzteres weg und gemeinschaftliche Tagesgeldkonten bietet die DKB meines Verständnis nach nicht an. Also suche ich gerade eine neue Lösung.
      Viele Grüße
      Jenni

      1. So, nach dem Ersten Schock das ich was verpasst habe und bald der DKB adieu sagen muss scheint es doch nicht so schlimm.

        Ich habe 2 Typen von Karten:
        VISA-Card DKB-Cash -> physisch, diese wird von Credit zu Debit
        DKB-VISA-Tagesgeld -> virtuell, nicht mehr erhältlich. Abgelöst durch „neues Tagesgeld“.

        Letztere bleiben laut Auskunft der DKB wie gehabt, d.h. unsere verschiedenen Sparkonten für Urlaub u.ä. bleiben weiterhin kostenlos bestehen. Im aktuellen PLV ist das auch immer noch so – http://dok.dkb.de/pdf/plv_pk.pdf Seite 4 ff.

        Unsere 4 Spartöpfe mit dem DKB-Visa-Tagesgeld sind von der Umstellung nicht betroffen.

        1. Oh, das wäre ja genial!
          Die Kommunikation der DKB in der Sache ist meines Empfinden nach absolut miserabel. Denn alles wird ja nur Scheibchenweise kommuniziert. Im Moment wird einem nur (zusätzlich) ein Vertragsangebot gemacht für die VISA Debit. Dass dies absolut kein Zusatzservice ist, sondern perspektivisch die kostenlose Giro- und Kreditkarte ablösen soll, wird für mich nicht klar genug kommuniziert.
          Wenn die Option auf ein gemeinschaftliches Tagesgeld erhalten bleibt, wäre das für uns ja völlig ausreichend. Tausend Dank für den Tipp auf jeden Fall 🙂
          Ich werde mich aber zur Sicherheit auch noch einmal explizit bei der DKB erkundigen, nicht, dass das heute geht, aber dann morgen (zum Jahreswechsel) auch abgeschafft wird.

          Viele Grüße
          Jenni

  3. Bei Karten ohne automatische Volltilgung kann man statt nerviger monatlicher händischer Tilgung (die man ja auch mal vergessen könnte) einfach vorab ein größeres Guthaben auf die Karte laden. So habe ich das bei mehrmonatigen Reisen gemacht.

    Die Kosten für die Visa-Kreditkarte der DKB von 2,5€/Mon finde ich akzeptabel.
    Ich zahle 5€/Mon für eine Miles&More Mastercard (praktischerweise wird deren Saldo im DKB Finanzstatus angezeigt). Zur Sicherheit habe ich auf Reisen immer Karten von verschiedenen Herausgebern (und Banken) dabei.

    Generell sind mir faire Gebühren lieber als wenn Kosten irgendwo intransparent versteckt sind.

    1. Hallo Peter,
      da gebe ich dir Recht: lieber faire, transparente Gebühren als versteckte böse Überraschungen. Ich bin persönlich aber auch jemand, der sowieso alle Angebote genau prüft im Vorfeld. Beim Thema Finanzen macht mir das nicht so viel aus 🙂
      Viele Grüße
      Jenni

  4. Wie wäre es mit der Bank Norwegian?
    Diese scheint ein vergleichbares Angebot zu haben, wobei ich das nicht im Detail verglichen habe.
    Das Angebot in Deutschland ist noch sehr neu. Erfahrungsberichte gibt es daher noch nicht.

    1. Hallo René,
      Danke für den Tip! Ich habe es mir gleich einmal angeschaut. Die Konditionen sind in der Tat sehr ähnlich, nur eine automatische Volltilgung scheint nicht möglich zu sein. Man muss also jeden Monat händisch den offenen Betrag ausgleichen. Dafür gibt es kostenlos Reiseversicherungen dazu, wer das attraktiv findet.
      Viele Grüße
      Jenni

  5. Bezüglich des neuen Tagesgeldkonto der DKB kann ich bestätigen, dass es nervig ist, dass man von einem Cash-Konto nicht auf das Tagesgeldkonto des anderen Cash-Konto zugreifen kann. Jedoch hat das neue Tagesgeldkonto eine eigene IBAN, sodass man problemlos auch Daueraufträge einrichten kann oder normal überweisen kann. Nachteil nur weiterhin, dass man nur ein Tagesgeldkonto pro Konto haben kann. Zum Glück habe ich noch zwei VISA-Tagesgeldkonten. Und solange die bestehen bleiben, habe ich erst Mal kein Problem damit.

    Ich habe mir als Ersatz zu der DKB-Kreditkarte die awa7-Kreditkarte, die über die Hanseatic Bank läuft, geholt. Pro 100€ Umsatz wird ein Baum gepflanzt und auch weiter unterhalten. Dafür zahlt man aber auch einen etwas höheren Zins bei Teilrückzahlung. Ich habe aber auf Volltilgung umgestellt. Eine Kreditkarte benötige ich eigentlich nur, um Bargeld abzuheben (selten), für Online-Käufe und Abos, kontaktloses Bezahlen und um die letzten Tage zwischen Abrechnung und Gehaltseingang eventuell überbrücken zu können.
    Die ersten drei Punkte werden ja bald mit der neuen Debitkarte möglich sein (wobei ich mit der Kreditkarte der Hanseatic Bank nicht mindestens 50€ abheben muss – wer weiß, wie es mit der neuen Debitkarte sein wird?), so dass zukünftig die Kreditkarte nur noch für eine eventuelle Überbrückung nötig sein müsste. Sehr selten benötige ich sie, um einen Mietwagen zu mieten. Auch auf Reisen bin ich selten. Da wird dann die Debitkarte ausreichen, da die Akzeptanz von VISA im Ausland viel höher ist als in Deutschland.
    In den FAQ der Hanseatic Bank steht auch, dass sich „jederzeit durch eine Überweisung Ihren offenen Saldo ausgleichen“ lässt. So wäre sie ähnlich wie die Kreditkarte der DKB. Wie das gemacht wird steht dort aber leider nicht beschrieben. Ich warte diesbezüglich auf eine Rückmeldung. Meine Kreditkarten der DKB habe ich jedenfalls bereits gekündigt. Auch wenn 2,99 € im Monat nicht viel ist, so ist es für den geringen Nutzen für mich dann doch zu viel. Ich warte ab, wie ich bald mit der neuen Debitkarte und meiner awa7 zurechtkomme. Ob ich dann doch wieder zur Kreditkarte der DKB wechsel wird sich dann herausstellen.
    Was aber auch für einige wichtig sein könnte, kommt man mit der Debitkarte in die Vorräume der Banken? Einige verlangen immer noch nach Schließung eine Girokarte, um Zutritt zu bekommen. Ganz am Anfang habe ich es Mal mit der Kreditkarte versucht und der Zutritt wurde mir nicht gestattet. Mit der Girokarte komme ich immer rein. Bei mir in unmittelbarer Nähe hat die Volksbank eine Filiale, die diese Zutrittskontrolle hat. Dort gehe ich aber sehr gerne hin, weil es dort einen Automaten gibt, bei dem ich auswählen kann, welche Scheine ich haben möchte (sogar 5 €). Ich als Bestandskunde werde vorerst kostenlos die Girokarte nutzen können, aber es weiß keiner wann auch die Bestandskunden dafür zahlen müssen.

    Es bleibt spannend.

    1. Hallo Sebastian,
      mit dem Zugang zum Geldautomaten hatte ich persönlich noch nie ein Problem mit der Kreditkarte, aber es ist ein interessanter Aspekt! Das hängt ja sicherlich von der jeweiligen Bank ab, ob und wie sie den Zugang beschränken außerhalb der Öffnungszeiten. In den Großstädten gibt es ja sogar viele Geldautomaten, die völlig unabhängig von Filialen einfach „auf der Straße“ vor Geschäften o.ä. stehen. Aber auf dem Land ist das tatsächlich häufiger beschränkt.
      Insgesamt bleibt es auf jeden Fall spannend, wie sich der ganze Payments-Bereich entwickeln wird.
      Viele Grüße
      Jenni

  6. Hallo Jenni,

    vielen Dank für den Artikel. Bei mir steht ebenfalls ein Wechsel zur Debitkarte an und ich hatte mich schon gefragt welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Da ich auch öfters mal ein Auto im Ausland miete, muss ich mir wegen den Problemen bzgl. Pre Authorization wohl auch bald eine alternative Karte besorgen.

    Viele Grüße
    Stefan

    1. Hallo Stefan,
      ich habe jetzt, wie im Artikel erwähnt, die Barclays Kreditkarte geholt. Der initiale Kreditrahmen ist für mich absolut ausreichend, die Beantragung war sehr einfach und recht zügig: Offizielle Annahme des Antrags nach ca. 4 Arbeitstagen, jetzt nach 13 Kalendertagen habe ich die physische Karte erhalten und alles eingerichtet (Rückzahlung/Volltilgung, PIN vergeben). Die App ist von der User Experience verbesserungswürdig, aber ehrlicherweise brauche ich die ja kaum. Maximal werde ich meinen Kontostand/Kreditkartensaldo irgendwann mal prüfen. Vielleicht hilft dir dieser Erfahrungsbericht bei deiner Suche nach der optimalen Kreditkarte für Reisen.

      Viele Grüße
      Jenni

  7. Es gibt von advanzia eine kostenlose Mastercard. Man erhält monatlich eine Abrechnung und muss den Betrag ganz- oder teilweise überweisen. Ich habe die Karte seit 2009, bin sehr zufrieden und hatte noch nie Probleme. Auch nicht in USA.

    1. Hallo Kerstin,
      Danke für deinen Kommentar. Für mich ist das Abrechnung-abwarten-und-dann-selbstständig-den-Saldo-ausgleichen zu aufwändig, daher habe ich mich für Barclays entschieden, wo es einen automatischen Einzug des gesamten Saldos als Option gibt. Wem das nicht so wichtig ist, hat eine deutlich größere Auswahl an guten Kreditkarten.
      Viele Grüße
      Jenni

  8. Hallo Jenni,
    seit Sommer 2021 beschäftige ich mich mit Alternativen wegen der geplanten Änderungen und war dann zw. Barclays und Hanseatikbank fündig geworden. Die Barclay hätte es sein sollen, aber die Entscheidung habe ich vertagt.
    Die Kontoführung im Positivsaldo wäre mir auch wichtig, da ich die Visa Kredit als Budgetkonto nutze. Zwei Töpfe eben.
    Mich stört aber der Trend von 66% negativer Bewertungen. In Bereichen wie Problem-Erreichbarkeit, Kontosperrung Ausland usw. inakzeptabel. Bei der DKB gibt es mittlerweile 30% neg. Bewertungen, aber erst seit der 2FA im Sept.19 und setzt sich mit den komplexen Tanverfahren fort. Ein Hardwaretausch ist nahezu nie fehlerfrei und nicht immer logisch strukturiert. Da fehlt der kompetente Service, so er überhaupt erreichbar ist. Diese Probleme, da selten kann ich aber lösen. Bei der Barclay sehe ich da keine Chancen. In FR geht das schon los und ich denke, du wirst damit nicht glücklich werden. Deshalb bleibe ich vorerst bei der echten DKB-Kreditkarte und überlege mir in Ruhe, wie ich das besser gestalte. Bei Mautstellen in Europa verwende ich in Zukunft Bip&Go und in GR den Olympia-Pass. Visa brauche ich da nicht. Eine Alternative will ich auch hier ständig verwenden und sie muss im europ. Sektor ohne Probleme funktionieren. Das kann man nur durch parallelen Gebrauch testen, das benötigt Zeit, die ich mir auch nehme. Ich wünsche dir noch weiter viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Gerd

    1. Hallo Gerd,
      danke für deinen Kommentar! Ich hoffe natürlich, dass bei mir erst einmal lange Zeit keine Probleme auftreten, die einen Support durch den Kundenservice erfordern. Daher ist sowas immer schwierig zu testen. Bei der DKB war der Kundenservice allerdings auch nie gut. Im Auslandssemester wurde mir einmal meine Karte gestohlen. Bis ich eine neue hatte, war es eine echte Odyssee mit der DKB. Genauso jetzt bei der VISA Umstellung, das war teilweise schon eine Frechheit und kein Service. War für mich auch ein weiterer Grund, warum ich die DKB Karte gekündigt habe.
      Was ich damit sagen will: ich glaube, es ist leider überall so. Wenn man gute Erreichbarkeit und persönlichen Kundenservice will, muss man eben zur Volksbank oder Sparkasse vor Ort gehen.
      Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich im Alltag bzw. Urlaub immer mehrere Karten dabei. Und sonst muss man’s halt mit Humor nehmen – so gut wie alle Probleme lassen sich irgendwie lösen 🙂
      Viele Grüße
      Jenni

  9. Hallo Jenni,
    na ja, den Support benötige ich auch nicht so oft, aber was willst du bei Kartensperrung und Falschbuchung machen? Leider wird das sehr oft berichtet.
    Ich kann dir nur raten, diese Karte sogleich zu verwenden und nicht erst während der Reise. Da wünsche ich dir viel Glück.
    Meine Debitkarte für unser Haushaltskonto ist eingetroffen. Die schalte ich
    auch frei, damit ich die bei div. Einkäufen gleich mal testen kann.
    Die Gebühren für Händler sind doch in der EU gedeckelt, 0,3% Kredit, 0,2%, EC,
    Maestro. etc. Es gibt wohl noch andere Kosten und ich denke, das geht jetzt
    voran. Die EC-Karte bleibt natürlich an Board.

    Bei meinen weiteren Recherchen bin ich auf deine Santander gekommen.
    Die Punkte 1 und 3 wären auch erfüllt, P2 wäre für mich erfüllt (Euro),
    P4 auch, weil ich im Guthaben die „Revolverdrohung“ von 14% elegant umschiffen
    kann. Sollte ich in Bezug auf P.3 eine Fernreise machen (USA, Thailand) würde ich
    sowieso eine weitere Karte – keine Auslandsgebühren und eventuell mit Versicherung – mitnehmen.
    Der P.4 ist für mich optimal, weil die Santander mit der Barclays die bisher
    einzigen Karten sind, die ich im Guthaben führen kann. Vielleicht gibt es noch andere, mal sehen.

    Ist das eigentlich richtig, dass ich bei allen Tankstellen diesen Rabatt
    bekomme? Das habe ich bei dieser ADAC-Karte immer bemängelt.
    Der Abrechnungstag würde mich auch interessieren.
    Ich will es dann so machen wie immer: Zuerst beim Tanken die ersten Erfahrungen sammeln und sie dann beim Onlinehandel einsetzen. Bei PayPal müsste man die auch hinterlegen können. Nachteilig ist eben, daß man wieder eine neue Pin im Kopf haben muß. Wunschpin wird wohl nicht möglich sein.

    Ich will das dann parallel weiter beobachten und sehen, wie ich das mit dem
    Budget lösen kann. Die Rücküberweisung auf das Giro ist etwas holprig.
    Das Tagesgeldkonto werde ich auch mal anschauen, sowie diese Norwegian Bank. Aber diese Nordbanken setzen einem den Revolver schon deutlich auf die
    Brust. -:)
    Viele Grüße
    Gerd

    1. Hallo Gerd,
      Kartensperrung geht ja über die zentrale Notfallnummer und Reklamationen kann man auch schriftlich einreichen, da kommt es nicht auf jede Sekunde an. Das musste ich in 10+ Jahren Kreditkartennutzung auch zum Glück noch nie machen – bisher waren alle Buchungen immer korrekt. Und durch 2-Faktor-Authentifizierung bei vielen Online Händlern sowie länderspezifische Card Control Optionen nehmen solche Fälle wohl auch eher ab als zu – aber das ist meine ganz persönliche Nahfeldempirie.
      Du scheinst dich ja wirklich sehr negativ auf Barclays eingeschossen zu haben 😉 über die Santander kann ich wiederum nicht so viel gutes berichten. Die Karte funktioniert, ja, aber alle Funktionen (Überweisung/Guthabenbasis) und das Online Banking sind sehr unkomfortabel aus meiner Sicht. Bei Barclays habe ich eine App, die auf Kreditkarten ausgerichtet ist. Bei Santander habe ich ein „halbleerees“ Online Banking, dass eigentlich für Girokonten gedacht ist, worin man seine Kreditkarte dann verwalten kann. Ist jetzt aber auch kein Riesenpunkt.
      Zu deiner Frage: Tankrabatt (im Sinne von Cashback) habe ich bisher tatsächlich überall bekommen, aber das sind ja nur ein paar Cent. Finde ich persönlich nicht so spannend, aber ich bin auch kein Vielfahrer. 🙂
      Viele Grüße
      Jenni

  10. Hallo Jenni,
    bei der Norwegian ist es so, dass man die Karte nicht im Guthaben führen kann, aber vor Urlaubsreisen können zusätzliche Überweisungen zur Kreditrahmenerhöhung platziert werden. In meine Präferenz passt das nicht, aber wer die Kosten manuell ausgleichen will, kann sich die Karte näher anschauen.

    Bei der Barclays war die Kontosperrung von seitens der Bank aktiviert worden. Ursache war wohl auch eine fehlende Info an die Bank. Andere habe das Reiseland angemeldet – dass man das überhaupt muss? – nur bekamen die keine Rückmeldung. Solche Probleme liegen nicht am Karteninhaber. Für mich kling das sehr nebulös.
    Bei den Usererfahrungen, z.Bsp. in Trustpilot und Finanztipp schaue ich besonders auf die hausgemachten Probleme, der Trend liegt seit dem Brexit im tiefroten Bereich und ändert sich nicht. Das Gleiche war bei der Hanseatic zu sehen. Nun erscheinen seit April sehr häufig die fünf Grünsterne und das signalisiert, dass die ihre Supportkapazität erhöht haben. Das ist eindeutig eine Verbesserung!
    Bei der DKB ist die Stimmung seit dem neuen Jahr vollständig gekippt. Da sind kaum noch positive Bewertungen zu finden. Zu den üblichen Problemen wie TanToGo usw. kamen jetzt auch vermehrt hausgemachte hinzu. Da haben einige als Zugang ChipTan genutzt, nicht aber die EC-Karte zum Bezahlen. Die wurden mit Ablauf Dezember ohne Karte allein gelassen und können sich nicht mehr einloggen. Andere haben bei GA (Geldautomaten) mit der Debit Gebühren zahlen müssen. Für die DKB ist das eine Katastrophe. Ich kann nicht verstehen, wie man ein zuvor sehr gutes Karten-Produkt dermaßen an die Wand fahren kann!
    Die Bargeldbeschaffung mit der Debit teste ich noch. Wenn da tatsächlich bei mir am SPK/Voba-GA Gebühren anfallen sollten, dann wäre das langfristig keine Lösung. Da sind dann die 30€ bei 12 Abhebungen geradezu ein Schnäppchen. Wie ist das bei der Santander, was kostet der GA real? Sollte das tatsächlich viermal ohne Zusatzgebühren ablaufen, wäre das eine Alternative. Nur frage ich mich schon, ob das den ganzen Aufwand mit der zweiten Karte rechtfertigt, zumal ich mit dem TG-Konto eine gute Budgetlösung hätte. Ich habe jetzt noch zwei Monate Zeit und werde weiter berichten. Ironie am Ende wäre, wenn die DKB die beste Visakarte für 30€ hätte! Mal sehen, was mir noch dazu einfällt.
    Viele Grüße
    Gerd

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